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Viel Beifall für das Musical von Wolfgang Nowak

Die Aufführungen waren sehr gut besucht. Viele Karten wurden noch unmittelbar vor den Aufführungen verkauft. Mit jeweils 300 Konzertbesuchern pro Aufführung war die Arnold-Janssen Kirche voll besetzt.

Dank der professionellen Tontechnik der Firma Live Production aus Goch wurden Musik und Theaterszenen immer sehr gut und für jedermann verständlich übertragen. Vor allem die Kinder und Jugendlichen überzeugten mit viel Spielwitz und schauspielerischem Können. Aber auch Chor, Band und Solisten wuchsen über sich selbst hinaus und trugen entscheidend zum Gelingen der Musicalaufführungen bei.

Überzeugend und wohltuend kurzweilig war auch die Rahmenhandlung mit den Sprechern Klara Fall, Kurt Sichtig auf der einen und Rita Dando und Ernst Haft auf der anderen Seite.

Gleich zu Anfang gab es den Hinweis von Kurt Sichtig: „Noch könnt ihr gehen! Ihr müsst euch das hier nicht antun. Die Türen sind noch nicht verschlossen. Ehrlich gesagt: Ich könnte mir heute auch etwas Schöneres vorstellen, als einen Abend mit euch.“

Damit hatte Kurt Sichtig die Lacher auf seiner Seite. Tatsächlich aber ging es in dem Musical um mehr als nur um Unterhaltung und gute Laune. Es ging darum, uns zu fragen, ob es für uns gut ist, immer und überall erreichbar zu sein und alles von sich im Netz preiszugeben. Am Anfang noch kontrovers diskutiert, gab es am Schluss einen tragfähigen Konsens: Es gibt keine allgemeingültigen Lösungen. Jeder muss für sich entscheiden, was noch maßvoll und für ihn richtig ist. Es kommt auf den Inhalt an, nicht auf die Technik. Das gilt auch für die Kirche, die von vielen nicht mehr wahrgenommen wird. Im zweiten Teil des Musicals wird festgestellt, dass der Kern der christlichen Botschaft nicht davon abhängt, ob die Kirche im Internet vertreten ist, sondern davon, ob sie ihre Botschaft glaubhaft vertritt und sich öffnet für neue Impulse und Glaubenszeugnisse aus den eigenen Reihen und auch von außerhalb.

Neben dem Anspruch, etwas zu bewegen und das Publikum nachdenklich zu stimmen, wollte der Autor und Komponist des Musicals aber auch gute Musik liefern. Es war für ihn eine große und willkommene Herausforderung,alle möglichen Stimmungen und Emotionen durch passende und handwerklich gut gemachte Musik auszudrücken. Bereits in der Vorbereitungszeit wurde deutlich, dass die Musik im Chor und bei den Solisten aus den Reihen des Chores sehr gut ankam. Auch in der Projektband hatte man viel Spaß an den Liedern. Es gab unter den insgesamt 18 Liedern richtige Ohrwürmer und auch sehr emotionale Balladen, die zu Herzen gingen. Am Ende gab es sehr viel Beifall für Chor, Band und Schauspieler.